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Form und Format eines Drehbuchs

Natürlich kann Dir niemand exakt vorschreiben, wie Dein Drehbuch auszusehen hat. Schließlich ist es ja Dein Drehbuch. Aber das Drehbuch soll ja einen Sinn erfüllen und um eben diesem Sinn gerecht zu werden solltest Du bestimmte Informationen ins Drehbuch übernehmen. Denn das Drehbuch gilt für alle weiteren Vorbereitungen und die Durchführung als Vorgabe und Gedankenstütze.

Es gibt mehrere Fassungen des Drehbuchs. Die ersten sind die Fassungen, die der Autor mehr oder minder für sich schreibt um die Geschichte zu erzählen. Er gibt die für ihn fertigen Fassungen immer wieder an den Produktionsleiter und den Regisseur und erhält Feedback. Damit entwickelt sich die Erzählung schließlich zu dem, was von allen Beteiligten als die Geschichte verstanden wird, die man umsetzen möchte. Ab diesem Zeitpunkt ist der Autor normalerweise mit der Geschichte fertig und wird im weiteren Verlauf des Projekts fast nicht mehr benötigt. Bei Amateur-Filmgruppen ist dies natürlich anders. Hier ist oft der Regisseur oder der Produktionsleiter der Autor, was aber nicht bedeutet, dass dieser sich beim Schreiben des Scripts nicht ebenfalls mit einer oder mehreren anderen Person absprechen sollte.

Wie sollte also nun ein Drehbuch aufgebaut sein? Hier dazu einige Informationen.

Jede Szene wird mit einer Titelzeile begonnen. In dieser Zeile werden verschiedene organisatorische Informationen um die Szene aufgeführt. Diese sind ins besondere die Szenen-Nummer, der Drehort (Motiv) und die Beleuchtungs-Situation (Tag / Nacht). Wichtig ist noch die Information, ob die Szene im Freien oder in geschlossenen Räumen spielt.

Aus der Szene selber wird ersichtlich welche Personen mitspielen und ob Komparsen oder spezielle Gegenstände (Fahrzeuge, Tiere, etc.) benötigt werden. Auch Stunts werden aus dem Kontext erkenntlich, sollten aber zur besseren Übersicht auch schon in der Titelzeile des Szene erwähnt werden. Diese Details werden von den Zuständigen (Aufnahmeleitung, Ausstattung, Regie) später in den sogenannten "Auszügen" deutlicher dargestellt.
Nachdem das Drehbuch immer linear geschrieben ist, legt es auch schon eine grobe Schnittfolge für die Post-Produktion vor. Diese ist jedoch kaum verbindlich. Außerdem ist darauf zu achten, welche Szene Anschluss an eine andere hat. Die linear verlaufende Handlung einer Geschichte muss nicht mit der Schnittreihenfolge überein stimmen. Werden z.B. zwei Handlungen parallel erzählt, so springt der Zuschauer von Handlungsstrang zu Handlungsstrang. Licht- und Decko-Anschlüsse müssen jedoch erhalten bleiben.

Für die Drehplanung und den Schnitt ist es ebenfalls wichtig den Anteil an Dialog und Handlung abzuschätzen. Dies entscheidet über Rythmus einer Szene und Drehzeit. Liegt beispielsweise auf einer recht komplizierten Handlungen - wie das Knacken eines Sicherheits-Schlosses - das Hauptaugenmerk der Szene, so wird im Drehbuch vielleicht nur eine Zeile stehen, die darüber informiert, aber es wird wesentlich mehr gedreht. D.h. es wird mehr Drehzeit beötigt.

Es gibt eine kleine Hilfe für die Formatierung eines übersichtlichen Drehbuchs. Dieses ist eine Dokumentvorlage für das Programm MS Word und wurde von HALUFILM angelegt. Man kann es auf der WebSite www.halufilm.de herunter laden.

Außerdem geben wir Dir ein Beispiel-Drehbuch, an die Hand dessen Du Dir eine Vorstellung machen kannst, wie Dein Drehbuch aussehen könnte. Hier downloaden! Wer es verfilmen möchte, dem wünschen wir viel Spaß! :-)