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Ein gutes Film Team

Zuerst, sei bereit auch schwierige Entscheidungen zu treffen. Nicht jeder, der etwas tun möchte ist auch in der Lage es tatsächlich zu tun. Und irgend jemand muss ihm das klar machen.

Nachdem Amateure in den meisten Fällen mit keinem oder nur sehr kleinem Budget arbeiten, kann niemand aus dem Team erwarten eine Bezahlung zu erhalten. Auch sollte nur in Ausnahmefällen ein persönlicher Gefallen Grundlage zur Teilnahme an einem Projekt sein. Niemand ist irgend jemandem gegenüber etwas schuldig. Wer einmal zu einem Projekt zugesagt hat, der sollte auch genug Ehrgefühl haben bis zum Schluß dabei zu sein. Nichts ist schlimmer als ein halbfertiger Film, der nicht zu Ende gemacht werden kann, weil ein wichtiger Beteiligter keine Lust mehr hat. Jeder im Team sollte von Anfang an wissen worum es geht und wie lange die Umsetzung dauern wird. Außerdem sollte auch jeder auf Verzögerungen eingestellt sein.

Niemand ist wichtiger als ein anderer. Aber einer muß den Weg voran gehen. Und diese Person sollte akzeptiert sein.

Wenn Eurer Team einen Produktionsleiter hat, dann ist er während des gesamten Projektzeitraums dafür zuständig das Team zu führen und motiviert zu halten. Diese Aufgaben kann auch dem Regiesseur zufallen.
Teile Deine Vision mit den anderen. Erzähle ihnen warum Du überzeugt bis von der Geschichte und warum Du bereit bist viel Zeit und Mühe zu investieren. Aber sei auch bereit einem Querulanten entgegen zu treten und ihn wieder auf das Ziel auszurichten. Der Leiter darf nie zulassen, dass ihm das Heft aus der Hand genommen wird. Jeder hat seinen Platz, den bekommt er zu Beginn eines Projektes und akzeptiert ihn.

Egal wie klein Dein Vorhaben ist und egal wie wenig Auswahl-Möglichkeiten zu haben glaubst, tue es Dir selber nicht an jemanden anzubetteln Dir bei Deinem Film zu helfen. Wähle aus! Du hast immer eine Wahl. Und wenn sich niemand geeignetes finden läßt, dann lass es lieber gleich bleiben. Für einen richtigen Film braucht man Zeit und die richtige Einstellung dazu. Sonst wird die Arbeit zu groß, zu viel und zu schwer. Nimm nur Leute in ein Team auf, bei denen Du diese Einstellung erkennst. Wenn Du bei einer Person nicht sicher bist, ob er oder sie wirklich zu Eurem Plan paßt, dann sprich diese Bedenken aus und warte auf die Reaktion. Vielleicht kann man auch einen Versuch starten und wenn es nicht klappt immer noch eine andere Person ins Team einladen. Aber diese Variante ist meist die schwerere.

Mehr als nur Arbeit.

Macht nicht den Fehler immer nur als Gruppe jeden Samstag mit einer Kamera herum zurennen und stundenlang nur Bilder zu machen. Sorgt auch für gemeinsame Ruhephasen. Jeder Dreh von d² FILM beinhaltet eine Pause in der es auch etwas zu Essen gibt. Meinst ist ein einfaches Essen, wie Spagetti mit Hack-Fleisch-Soße, ausreichend und wird gerne genommen. Diese Pause sorgt für Entspannung und gibt neue Kraft für die weiteren Stunden. Aber wachst nicht am Stuhl fest, denn ihr seid ja kein kulinarischer Club, sondern eine Video-Gruppe mit einem Vorhaben.

Wenn Du erstmal einige Leute bei der Arbeit erlebt hast und der Meinung bist ein gutes Team zusammen zu haben, dann tue alles dafür, dass sich dieses Team hält. Gebt Euch einen Namen, druckt Euch T-Shirts, geht zusammen ins Kino oder macht zusammen einen DVD-Abend und schaut euch nur eure Lieblingsfilme zusammen an und "fachsimpelt" ein bischen über die Machart.

Wichtig ist: Du kannst die beste Technik zusammen kratzen, die Du für Dein Geld bekommst, aber um die Aufstellung eines guten Teams kommst Du nicht herum. Sieh das aber nicht als übel an. Es ist eine tolle Erfahrung, wenn 15 Leute zusammen einen Clip produzieren und anschließend damit zufrieden sind.